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SUMMARY:Interreligiöse Stadtrundfahrt am Tag der offenen Moschee\, Samstag 3. Oktober 2026
DESCRIPTION:„Interreligiöse Stadtrundfahrt“ \nMit dem Bus gegen Vorurteile\nInterreligiöse Stadtrundfahrt zu drei unterschiedlichen Moscheegemeinden. Im Mittelpunkt standen Begegnungen\, Fragen und persönliche Gespräche. \nStrahlender Sonnenschein\, ein voll besetzter Bus und eine lange Warteliste: Das Interesse an der ersten interreligiösen Stadtrundfahrt des Christlich-Islamischen Dialogforums Dortmund war groß. Knapp 50 Menschen machen sich am Tag der offenen Moschee auf den Weg zu drei sehr unterschiedlichen Moscheegemeinden in Dortmund. Mit den Interessierten von der Warteliste hätten die Veranstalter  sogar einen zweiten Bus füllen können. \nDass die Tour am 3. Oktober stattfindet\, ist kein Zufall. Der Tag der offenen Moschee wird bundesweit seit 1997 am Tag der Deutschen Einheit begangen. Er soll Begegnungen fördern und deutlich machen\, dass Muslime selbstverständlich Teil dieser Gesellschaft sind. \nFür Pfarrer Friedrich Stiller vom Evangelischen Kirchenkreis ist die Stadtrundfahrt vor allem eine Einladung\, miteinander ins Gespräch zu kommen. Das Christlich-Islamische Dialogforum\, das in Dortmund seit 30 Jahren besteht\, habe sich das Ziel gesetzt\, „Unterschiede wahrzunehmen und Gemeinsamkeiten zu entdecken“\, sagt er zur Begrüßung im Schatten der Reinoldikirche. „Menschen muslimischen Glaubens leben schon seit 50 Jahren in unserer Stadt. Durch Globalisierung und die Fluchtbewegungen sind wir noch näher zusammengerückt. \nDie erste Station führt zur DITIB-Zentralmoschee an der Kielstraße. Viele Teilnehmende betreten hier zum ersten Mal eine Moschee. Schuhe ausziehen\, den Gebetsraum betreten\, Fragen stellen: Berührungsängste sind schnell überwunden. Imam Rasül Karaeli erläutert die Einrichtung der Moschee\, die Gebetsrichtung nach Mekka und die Bedeutung einzelner Elemente. Das Gebäude selbst erzählt ein Stück Dortmunder Geschichte: Es war einst ein evangelisches Gemeindehaus und wird seit 40 Jahren von der muslimischen Gemeinde genutzt. \nWeiter geht es zur Abu-Bakr-Moschee\, einer klassischen Hinterhofmoschee. Ahmad Aweimer vom Rat der muslimischen Gemeinden schildert\, wie stark sich die Gemeinde in den vergangenen Jahren verändert hat. „Vor 20 Jahren waren wir ein winziger Verein. Heute kommen zum normalen Freitagsgebet im Schnitt 500 Menschen\, an Feiertagen auch mehr als 1000 aus 50 Nationen.“ \nDie Zahlen zeigen\, wie vielfältig muslimisches Leben in Dortmund geworden ist. Mehr als 50.000 Muslime leben in der Stadt\, verteilt auf 45 Moscheen. „Die Veränderung seit 2015 ist dabei auffällig“\, erklärte die Islamwissenschaftlerin Prof. Dr. Naciye Kamcili-Yildiz. Die Zusammensetzung muslimischer Gemeinden habe sich deutlich verändert – waren es früher überwiegend Muslime mit türkischen Wurzeln\, so ist die muslimische Welt nun vielfältiger und bunter geworden. Viele Muslime sind aber auch säkular ausgerichtet und nehmen am Leben der Moscheevereine wenig teil. \nZum Abschluss erreicht die Gruppe die Meryem-Moschee in Lindenhorst. Bei Lahmacun und Tee kommen Gäste und Gemeindemitglieder ins Gespräch. Gerade hier wird deutlich\, welchen Wert Begegnung haben kann. Der Neubau der Moschee mit Kuppel und Minarett war einst umstritten. Gespräche am Runden Tisch\, initiiert von Pfarrer Stiller\, halfen dabei\, Vorbehalte abzubauen und gute Beziehungen in der Nachbarschaft aufzubauen. \nDie Stadtrundfahrt macht sichtbar\, was das Christlich-Islamische Dialogforum auch sonst praktiziert: Türen öffnen\, Fragen zulassen\, miteinander reden. Oder\, wie viele Teilnehmende an diesem Nachmittag feststellen: Kennenlernen hilft. Und manchmal beginnt Verständigung schon damit\, die Schuhe auszuziehen und einzutreten. \n(NSchnG)
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SUMMARY:Gemeinsames Lesen von  Koran und Bibel IV Thema: Zusammenhalt
DESCRIPTION:Der Zusammenhalt in der Gesellschaft schwindet. Darum wollten die Teilnehmenden hören\, was in Bibel und Koran dazu gesagt wird. An diesem Abend tauschten sich die Anwesenden unter Leitung eines Moderators über biblische und koranische Texte nach der Methode „Scriptural Reasoning“ aus. Dabei wurden je eine ausgewählte Passage gelesen\, es gab eine kurze Einführung in die Texte\, dann begann das Gespräch. \nWie klingen diese Schriften für mich\, obwohl ich aus einer anderen religiösen Tradition komme? Was fällt mir auf\, was spricht mich an? Welche Fragen kommen mir? Der Austausch über persönliche Eindrücke stand im Mittelpunkt. Die Vielfalt der Perspektiven kann bereichern. Es wurde nicht erwartet\, dass die Autorität der jeweiligen Schrift anerkannt wird oder eine bestimmten Interpretation gilt. Auf diese Weise ergab sich ein offener Austausch in Begegnung mit den Heiligen Texten. Vorkenntnisse waren nicht erforderlich. \nReferent: Dr. Mohammed Abdelrahem\, Universität Paderborn\, Zentrum für Komparative Theologie\nModeration: JProf. Dr. Naciye Kamcili-Yildiz und Pfr. Friedrich Stiller\, Dialogforum \nAnmeldung erbeten bis 15.06.2026 unter rgv@ekkdo.de. \nDr. Mohammed Abdelrahem
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SUMMARY:Muslimische Freitagspredigten in Deutschland –  überraschende Erkenntnisse
DESCRIPTION:Achtung: Digitale Veranstaltung. \n Dr. Jörn Thiemann \nMuslimische Predigten werden in der Öffentlichkeit oft mit Hass und Abgrenzung verbunden. Doch was wird wirklich in den Moscheen der großen islamischen Verbände am Freitag gepredigt?  Ein Projekt des Forschungszentrums für Islam und Recht in Europa an der Universität Erlangen-Nürnberg hat die Freitagspredigten bei den beiden großen Moscheeverbänden DITIB und Milli Görüs der letzten Jahrzehnte gesichtet. \nWas sind die Predigtthemen? Worum geht es – um religiöse Unterweisung und moralische Formung oder um Hass? Wird eher ein Engagement als Bürger*innen islamischen Glaubens gefördert oder Abschottung gepredigt? \nWie sind die Predigten in Ausnahmesituationen angelegt\, zum Beispiel nach dem terroristischen Angriff der HAMAS auf Israel und dem folgenden Gaza-Krieg? Der Referent stellte uns seine überraschenden Forschungsergebnisse vor. \nReferent: Dr. Jörn Thielmann\, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg\nModeration: JProf. Dr. Naciye Kamcili-Yildiz\, Dialogforum \nAnmeldung erforderlich bis 28.04.2026 unter rgv@ekkdo.de \nAchtung: Digitale Veranstaltung. Ein Zoom-Link wird nach  Anmeldung zugesandt. Digitaler Raum geöffnet ab 18.45 Uhr \n \n  \nEin Bericht von Pfarrer Friedrich Stiller\nMuslimische Freitagspredigten – Anlass für gute Nachrichten?  \nVeranstaltung des Christlich- islamisches Dialogforum präsentiert überraschende Ergebnisse  \nAlle klagen über die schlechten Zeiten\, aber es gibt sie noch\, die guten Nachrichten. Beim Diskussionsabend des Christlich- islamischen Dialogforums Ende April ging es um muslimische Freitagspredigten in Deutschland. In der digitalen Konferenz trug der Referent\, Dr. Jörn Thielmann von der Universität in Erlangen-Nürnberg die Ergebnisse eines Forschungsprojektes vor\, das tausende Freitagspredigten von großen muslimischen Verbänden in Deutschland untersucht hat. Unter ihnen auch so umstrittene Vereinigungen wie DITIB oder Milli Görisch (IGMG). Von den etwa 2100 Moscheen wurden die Predigten von circa 1600 bis 1700 über mehrere Jahrgänge untersucht. \nHier kommt die gute Nachricht: In Moscheen wird kein Hass gepredigt! Im Gegenteil. Dr. Thielmann konnte anhand seiner umfangreichen Untersuchungen deutlich machen\, dass im Vordergrund religiöse Themen und moralische Alltagsregeln stehen\, Empfehlungen\, sich für das Gemeinwesen einzusetzen und Aufrufe zur Integration. Oft geht es um Hilfsbereitschaft in der Nachbarschaft\, freundliches Verhalten im Alltag und persönliche Mäßigung. In einigen Verbänden wird sogar regelmäßig über Umweltschutz und Nachhaltigkeit gepredigt. \nFast zu schön um wahr zu sein erschien das Ergebnis. Darum gab es kritische Rückfragen in der Diskussion. Der Referent konnte die Fragen aber beantworten. Zugleich wies er auch auf randständige Moscheevereine hin\, die es natürlich auch in Deutschland gibt\, und in denen es doch radikal zugeht\, beispielsweise bei den Salafisten. Aber\, so Dr. Thielmann\, sie stellen eine verschwindende Minderheit dar\, für die man die anderen Muslime nicht verantwortlich machen kann. Die Vertreterin einer Beratungsstelle gegen Islamismus rief an der Stelle in der Diskussion auf\, Einzelbeobachtungen nicht zu verallgemeinern. Hochrangige Vertreter von Verbänden\, die sich im Publikum befanden und teilweise die selbst an der Veröffentlichung solcher Predigten beteiligt waren\, stimmten zu. \nAls Zusammenfassung formulierte der Referent\, dass in den Freitagspredigten oft für eine „Gemeinschaft der Ausgewogenheit“ und der Mitte geworben wird. Das zeigte sich auch nach den Ereignissen vom 7. Oktober 2023\, so der Forscher. Es war große Zurückhaltung und Ausgewogenheit zu beobachten sowie das Vermeiden von antisemitischen Stereotypen. Für viele ein überraschendes Ergebnis. \nDiese Beobachtungen stehen im krassen Gegensatz zu vielem\, was in der Öffentlichkeit behauptet wird\, auch in den umstrittenen Veröffentlichungen des bekannten Journalisten Constantin Schreiber. Ihm sprach der Referent schlicht die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit ab. So zeigte sich im Hintergrund wieder ein Grundsatzproblem des interreligiösen Dialogs: Wie schwer es ist\, Vorurteilen zu begegnen. \nDie Veranstalter*innen vom Dialogforum\, Dr. Kamcili- Yildiz und Pfarrer Friedrich Stiller\, dankten am Ende dem Referenten\, dass er sowohl überraschende Informationen als auch gute Nachrichten verbreitet hat. \nFriedrich Stiller\, 30.04.26
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SUMMARY:Gemeinsames Fastenbrechen – Iftar
DESCRIPTION:„Wie schön\, dass das in Dortmund geht“  \nErstmals gemeinsames Fastenbrechen des Christlich-islamischen Dialogforums in einer Moschee – ein Zeichen des Dialogs \nUm 18.34 ist es so weit. Ein muslimisches Gebet\, ein Moment der Stille\, dann greifen die ersten nach den Datteln und trinken einen Schluck Wasser. Das gemeinsame Essen beginnt\, Gespräche werden laut\, Lachen mischt sich unter das Stimmengewirr. \nMit 50 Personen gut besucht war das erste gemeinsame Fastenbrechen\, zu dem das Christlich- islamische Dialogforum mit der Abu-Bakr-Moschee in der Nordstadt Mitte März eingeladen hatte. Der Vorsitzende des kleinen Moscheevereins Issam Bachiri betonte\, dass ihm die Gastfreundschaft eine Herzensangelegenheit sei. Pfarrer Friedrich Stiller\, Sprecher der Dialoginitiative\, begrüßte die Anwesenden mit Blick auf die Weltlage mit dem Satz: Ohne Dialog kein Frieden zwischen den Religionen\, ohne Frieden zwischen den Religionen kein Frieden zwischen den Nationen. Bezirksbürgermeisterin Hannah Rosenbaum betonte in ihrem Grußwort\, die Nordstadt sei schon immer ein Ort der Vielfalt gewesen\, ein gemeinsames Essen passe da sehr gut hinein und stärke den Zusammenhalt. Michael Stache\, stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises\, erläuterte die biblische Fastentradition\, bei der der Verzicht aufs Essen mit dem Gedanken der sozialen Verantwortung verbunden werde. Die Grundgedanken des Ramadans legte Ahmad Aweimer dar\, Vorsitzender des Rates der muslimischen Gemeinden und auch Mitglied der Dialoginitiative. Dann sprach er die Gebete zum Fastenbrechen\, wobei er auch um Frieden und Dialog bat. Vorher bedankte er sich noch bei den Kirchen für ihren Brief zum Ramadan\, den sie wie jedes Jahr an die muslimischen  Gemeinden gerichtet hatten. \nUngewöhnlich viele Vertreter*innen unterschiedlicher Moscheegemeinden waren anwesend\, bengalische\, afrikanische\, bosnische und albanische sowie von Milli Görus und DITIB. Unter den Gästen auch der Präsident der Auslandsgesellschaft Klaus Wegener\, Ali Tasbas für die Islamische Akademie und ein Vertreter des Zentralrats der Muslime in Deutschland. \n„Das Fastenbrechen ist für uns ein Moment der Dankbarkeit und der Gemeinschaft“\, erklärte eine Teilnehmerin. „Dass wir diesen Moment mit Menschen anderer Glaubensrichtungen teilen können\, macht ihn noch wertvoller.“ \nAls der Abend fortschreitet\, leeren sich langsam die Teller. Einige Gäste helfen beim Abräumen\, andere bleiben noch sitzen\, vertieft in Gespräche. Die Atmosphäre ist gelöst\, fast familiär. Es ist spürbar\, dass hier etwas entstanden ist\, das über den Moment hinaus wirkt.
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SUMMARY:Licht in den Religionen - Ein besinnlicher Abend der Begegnung -
DESCRIPTION:Licht spielt in vielen Religionen eine besondere Rolle: Es steht für Hoffnung\, Orientierung\, Glaube und Nähe zu Gott. Im Christentum und im Islam ist das Symbol des Lichts tief verankert – von der biblischen Zusage „Ich bin das Licht der Welt“ bis zum Koranvers „Allah ist das Licht der Himmel und der Erde“. \nZu einem gemeinsamen Abend wurde herzlich eingeladen\, um dieses verbindende Motiv in den Blick zu nehmen. Mit musikalischer Begleitung\, Lesungen\, Impulsen und Gesprächen entdeckten wir\, welche Bedeutung Licht in unseren Traditionen hat – und wie es Menschen Orientierung und Kraft schenkt. Der Abend bot viel Raum für spirituelle Erfahrung\, Austausch und Begegnung. Zudem konnte der für Dortmund einzigartige „Weihnachtsberg“ der gastgebenden Gemeinde besichtigt werden. \nReferent*innen:  Mitglieder des Christlich-Islamischen Dialogforums \nPfarrerin Miriam Helmert\, St. Petri-Nicolai-Kirchengemeinde \n 
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SUMMARY:Moscheebesuch Meryem (Marien-) Moschee (Çağrı Vakfı e.V.)
DESCRIPTION:An der Lindenhorster Straße ist in den letzten Jahren die zweite Dortmunder Moschee mit Kuppel und Minarett entstanden. Sie wird von dem muslimischen Verein Çağrı Vakfı e. V. betrieben. Wie andernorts auch\, war dieser Moscheeneubau zu Beginn von einem heftigen Streit überschattet. In diesem Fall gelang es mit einem Runden Tisch unter Moderation der Kirche\, den Konflikt zu bearbeiten\, bis die Streitpunkte ausgeräumt waren. Im Sommer 2025 fand die Eröffnung statt. \nBei dem Besuch lernen wir zunächst die neue Moschee mit ihrem religiösen Schmuck und den Verein kennen. Mitglieder des Vereins führen dabei in die muslimische Gebetspraxis ein. Pfarrer Stiller\, der Moderator des Runden Tisches\, und andere Beteiligte berichten sodann vom damaligen Konflikt und seiner Bearbeitung bis zur einvernehmlichen Lösung. Kann dies ein Modell sein\, wie unsere Stadtgesellschaft künftig mit solchen Streitpunkten umgeht? \nIn Kooperation mit StadtPilgerTouren/Evangelisches Erwachsenenbildungswerk Dortmund \nReferenten: Harun Baslan\, \nMoschee des Çağrı Vakfı e.V. \nPfr. Friedrich Stiller \nAnmeldung erbeten bis 03.11.25 unter: rgv@ekkdo.de
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SUMMARY:Scriptural Reasoning Thema: Frieden
DESCRIPTION:An diesem Abend tauschten sich Christen und Muslime über Texte aus Koran und Bibel nach der Methode „Scriptural Reasoning“ aus. Dabei wurden Passagen zu dem Thema FRIEDEN vorgelesen. Nach einer „Einführung“ in den jeweiligen Text begann unter Leitung eines Moderators das Gespräch. Wie klingen diese Schriften für jemanden\, der einen anderen religiösen Hintergrund hat? Alle konnten Fragen stellen oder einen Gedanken mitteilen\, der ihnen aufgefallen war. Auf diese Weise ergab sich eine offene Diskussion und ein gemeinsames Nachdenken über die Bedeutungen des Textes. \nAn dem Abend konnten alle Interessierten teilnehmen. Es bedurfte keiner Vorkenntnisse. Es wurde nicht erwartet\, dass alle die Autorität der jeweiligen Schrift oder eine richtige Interpretation anerkennen. Meinungsverschiedenheiten waren willkommen. Ziel war es\, sich kennenzulernen und Freundschaft wachsen zu lassen. \nReferent: Dr. Mohammed Abdelrahem\, Universität Paderborn\, Zentrum für Komparative Theologie \nModeration: JProf. Dr.  Naciye Kamcili-Yildiz \n 
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SUMMARY:Gemeinsames Lesen von Bibel und Koran
DESCRIPTION:An diesem Abend tauschten sich Christen und Muslime über Texte aus Koran und Bibel nach der Methode „Scriptural Reasoning“ aus.  Dabei wurden Passagen zu dem Thema FRIEDEN vorgelesen. Nach einer „Einführung“ in den jeweiligen Text begann unter Leitung eines Moderators das Gespräch. Wie klingen diese Schriften für jemanden\, der einen anderen religiösen Hintergrund hat?  Alle konnten Fragen stellen oder einen Gedanken mitteilen\, der ihnen aufgefallen war. Auf diese Weise ergab sich eine offene Diskussion und ein gemeinsames Nachdenken über die Bedeutungen des Textes. \nAn dem Abend konnten alle Interessierten teilnehmen. Vorkenntnisse waren nicht nötig. Es wurde nicht erwartet\, dass alle die Autorität der jeweiligen Schrift oder eine richtige Interpretation anerkannten. Meinungsverschiedenheiten waren willkommen. Ziel war es\, sich kennenzulernen und Freundschaft wachsen zu lassen. \n \n  \nReferent: Dr. Mohammed Abdelrahem\, Uni Paderborn\, Zentrum für Komparative Theologie \n  \n  \nModeration:  JProf.  Dr.  Naciye Kamcili-Yildiz \n_______________________________ \nZusammenfassung der Veranstaltung \n„Seid ihr es\, die ihr den Baum hervorgebracht habt?“ \nChristlich-Islamisches Dialogforum beschäftigte sich mit Bibel und Koran \nZum zweiten Mal hatte das interreligiöse Dialogforum Ende Juni eingeladen\, gemeinsam Bibel und Koran zu lesen. Dabei wurden auch diesmal die – vielen noch unbekannte – Methode Scriptural Reasoning angewandt. „Es geht uns darum zu erproben\, was die neue Methode bringt“\, erklärten Juniorprofessorin Naciye Kamcili und Pfarrer Friedrich Stiller aus dem Veranstalterkreis zu Beginn. „Wir finden den Ansatz interessant\, die Heilige Schrift der anderen Religion vorurteilsfrei auf sich wirken zu lassen.“ \nScriptural Reasoning kann man wörtlich übersetzen mit „schriftbasierte Reflektion“. Praktisch bedeutet es\, dass Menschen verschiedener Glaubensrichtungen Passagen aus Bibel und Koran gemeinsam lesen. Das Ziel ist es\, durch den Austausch ein besseres Verständnis der anderen Traditionen zu entwickeln und Vorurteile abzubauen. Wahrnehmen und Verstehen steht im Vordergrund\, nicht Bewerten. \nAn diesem Abend in einer albanischen Moschee in der Nordstadt ging es um Texte zum Thema Umwelt. Der Referent\, Mohammed Abdelrahem  vom Zentrum für Komparative Theologie der Universität Paderborn\, hatte dafür aus dem Koran Verse der Sure 56 (Die Versammlung) ausgesucht. Aus ihr stammen auch die Worte im Titel: „Seid ihr es\, die den Baum hervorgebracht habt oder sind wir die Schöpfer?“ Parallel dazu wurde aus der Bibel Psalm 8 herangezogen\, häufig verwendet im Zusammenhang mit dem Thema Schöpfung: „Wenn ich sehe den Himmel\, deiner Finger Werk …“ \nVoraussetzung für ein Gelingen der Methode ist\, dass die Religionen halbwegs gleichstark vertreten sind. Darum wurden an dem Abend auch die Anwesenden in gemischte Gruppen eingeteilt\, wo der Austausch dann in kleiner Runde stattfand. Es ging um Worte\, die besonders aufgefallen sind\, und um Gedanken\, die das vergleichende Lesen ausgelöst hat. Die Regeln des Scriptural Reasoning waren dabei grundlegend. Sie lauten zum Beispiel: Vermeiden Sie Verallgemeinerungen\, oder: Seien sie respektvoll im Umgang mit den Texten. \nAm Ende gab es noch einen Austausch der Gruppen untereinander\, bei dem deutlich die Überraschung zu spüren war\, wie ähnlich diese Texte zum Thema Schöpfung doch klingen. Aber auch einige Unterschiede wurden angesprochen. Ein besonderer Dank ging an die Gastgeber vom Albanisch-Islamischen Kulturverein im Borsigplatz Viertel. Der Vorsitzende\, Ruzhdi Beciri\, berichtete\, dass seine Gemeinde die größte der drei albanischen Gemeinden in Dortmund ist und seit 20 Jahren am Standort besteht. Zurzeit wird über einen Umzug in größere Räumlichkeiten nachgedacht. Großen Lob erntete er an dem Abend auch für die gut funktionierende Klimaanlage\, denn es war einer der heißesten Tage des Jahres und ohne sie wäre ein mehr als zweistündiges Gespräch über Bibel und Koran kaum möglich gewesen. \nDas Christlich-Islamische Dialogforum kündigte weitere Abende mit dieser neuen Methode an. Das Dialogforum hat sich 2023 gebildet und wird unter anderem vom Evangelischen Kirchenkreis und dem Rat der muslimischen Gemeinden getragen. Es bietet sechs Veranstaltungen pro Jahr zu Themen des christlich-islamischen Dialogs an. Immer aktuelle Informationen auf www.dialogforum-dortmund.de . \nFriedrich Stiller\, Matthias Dudde\, 11.07.25 \n \nDie Mitglieder des Trägerkreise des Christlich-Islamischen Dialogforums JProf. Dr. Naciye Kamcili-Yildiz\, Ahmad Aweimer und Friedrich Stiller (rechts und links) mit dem Gastgeber Ruzhdi Beciri\, Albanischer Islamischer Kulturverein (Mitte) und dem Referenten Mohammed Abdelrahem. \n 
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SUMMARY:Das muslimische Gräberfeld auf dem Hauptfriedhof - Eine Exkursion -
DESCRIPTION:Referenten \nAli Tasbas\, Vorsitzender der Islamischen Akademie NRW\nGernot Willeke\, Geschäftsleiter der Friedhöfe Dortmund \n \nBei gutem Wetter besuchte das Christlich-Islamische Dialogforum den neuen muslimischen Gebetsplatz auf dem Hauptfriedhof in Dortmund. Für die muslimischen Trauernden stellt es eine wichtige Erweiterung ihrer Rituale und Traditionen dar. „Der Hauptfriedhof bildet das Leben in unserer Stadt ab“\, sagte Gernot Willeke\, Geschäftsleiter der Friedhöfe Dortmund\, einleitend\, und „er unterliegt – ebenso wie die Stadtgesellschaft – Wandel und Veränderung.“ Schon seit 1996 begannen die Planungen für ein muslimisches Grabfeld auf dem Hauptfriedhof\, seit 2001 gibt es Bestattungen\, wusste der Stadtvertreter zu berichten. Wurden im Eröffnungsjahr sechs Bestattungen vorgenommen\, waren es zuletzt 82. Die Zahlen zeigen\, dass das Grabfeld immer besser angenommen wird. Heute gibt es rund 740 Grabstellen. Willeke kündigte an\, dass es in einigen Jahren eine Erweiterung des Grabfeldes geben soll. \nAuf einer mit Steinen gestalteten Fläche mit einem Wetterschutz bildet ein kunstvoll gefertigter\, gen Mekka gerichteter Gebetstisch sowie eine Waschstelle für die Trauergäste – beides aus poliertem Granit – den Mittelpunkt des neuen Gebetsplatzes. Ali Taşbaş\, Vorsitzender der Islamischen Akademie NRW schilderte als muslimischer Referent lebensnah die Abläufe einer Beerdigung und erläuterte die Ausrichtung des Gebetstisches und der Gräber. Die Verstorbenen werden auf ihre rechte Seite gelegt\, damit der Blick nach Mekka geht. \nWie wichtig ein muslimisches Totengebet auch für die Öffentlichkeit sein kann\, machte Pfarrer Friedrich Stiller als Vertreter des Veranstalters deutlich. Er erinnerte daran\, dass der Rat der muslimischen Gemeinden ein Totengebet für den von der Polizei getöteten Mouhamed Dramé durchgeführt hatte. Es gab Gelegenheit zur Trauer für diesen Menschen und half so bei der Bewältigung der furchtbaren Situation\, ist sich Stiller sicher. \nIm Gespräch und beim Rundgang über das muslimische Gräberfeld konnten bei zahlreichen religiösen und theologischen Themen Gemeinsames und Trennendes erörtert werden. \nDudde/Stiller \nProgramm Dialogforum 1. Halbjahr 2025
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SUMMARY:Neue Impulse für den Dialog?
DESCRIPTION:Der Interreligiöse Dialog wird sesshaft. An einigen Orten gibt es neuerdings ein „Haus der Religionen“\, in dem verschiedene Religionsgemeinschaften zusammenkommen. \n \nIn Hannover ist man schon lange unterwegs. Eine neu gestaltete Ausstellung in neuen Räumen wurde 2022 eröffnet. Dazu kam der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und betonte: „Dieses Haus ist ein Symbol für ein vielfältiges\, ein offenes\, ein tolerantes Deutschland. Ihr Haus der Religionen ist auch ein Lernort der Demokratie\, an dem Dinge eingeübt werden\, die für unseren täglichen gemeinsamen Umgang miteinander in unserem Gemeinwesen immer wichtiger werden.“ \nDer Mitbegründer und Vorsitzende des Trägervereins\, Professor Dr. Wolfgang Reinbold\, hat uns das Konzept des Hauses vorgestellt und mit anderen Modellen verglichen \nAm Ende der Veranstaltung wagten wir einen Ausblick auf ein Haus der Religionen auch für Dortmund. \nReferent: Prof. Dr. Wolfgang Reinbold\, Hannover\, Beauftragter für Kirche und Islam der Ev.-Lutherischen Landeskirche Hannover\nModeration:  Pfr. Friedrich Stiller\, Katrin Köster\, EBW-WL \nProgramm Dialogforum 1. Halbjahr 2025
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SUMMARY:Gemeinsames Lesen der Heiligen Schrift
DESCRIPTION:An diesem Abend standen die heiligen Schriften im Mittelpunkt. Christen und Muslime tauschten sich über Texte aus dem Koran und der Bibel aus. Wie klingen diese Schriften für jemanden\, der einen anderen religiösen Hintergrund hat? \nBei der Methode „Scriptural Reasoning“ wurde eine Passage zu einem verabredeten Thema ausgewählt und in der Gruppe vorgelesen. Danach gab es eine „Einführung“\, in den Text und was er in der jeweiligen Glaubenstradition bedeutet. Anschließend begann unter Leitung eines Moderators das Gespräch. Alle konnten Fragen stellen oder einen Gedanken mitteilen\, der ihnen auffiel. Auf diese Weise ergab sich eine offene Diskussion und ein gemeinsames Nachdenken über die Bedeutungen des Textes. \nAn dem Abend konnten alle teilnehmen\, die die heiligen Schriften kennen lernen wollten. Es bedurfte keiner Vorkenntnisse. Es wurde nicht erwartet\, dass alle die Autorität der jeweiligen Schrift oder eine richtige Interpretation anerkannten. Meinungsverschiedenheiten waren möglich. Ziel war es\, sich kennenzulernen und Freundschaft wachsen zu lassen. \nReferent war Dr. Domenik Ackermann\, Uni Paderborn\, Zentrum für Komparative Theologie \nDie Moderation hatte JProf. Dr. Naciye Kamicili-Yildiz und Morya Gnanko \n 
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SUMMARY:Was macht ein Imam und was eine weibliche Religionsbeauftragte?
DESCRIPTION:Laut Schätzungen gibt es aktuell 1250 hauptamtliche und über 1000 ehrenamtliche Imame in Deutschland. In Dortmund sind etwa 15 Personen hauptamtlich tätig. Was genau macht ein Imam Tag für Tag\, außer beim Freitagsgebet zu predigen? Sind seine Aufgaben ähnlich denen christlicher Pfarrer*innen? Seit einiger Zeit gibt es auch Frauen als Religionsbeauftragte. Was sind ihre Aufgaben? Welche Ausbildung haben beide? \nDas Gespräch fand mit dem neuen Huckarder Imam und der Religionsbeauftragten Frau Tuğba Tekin in der Osman Gazi Moschee statt. \nDie Moderation hatte Ahmad Aweimer. \n 
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SUMMARY:Wie beten Muslime? Besuch beim Freitagsgebet einer Dortmunder Moschee
DESCRIPTION:Gebetsraum der Abu Bakr Moschee \nChrist:innen gehen sonntags in den Gottesdienst. Die meisten wissen\, wie das läuft. Muslime gehen am Freitag Mittag zum Freitagsgebet. Was genau machen sie da? \nDas DIALOGFORUM hat darum alle Interessierten eingeladen\, mit einer Besuchergruppe\, begleitet von Pfarrer Stiller\, an einem Freitagsgebet in der Dortmunder Nordstadt teilzunehmen. Das Besondere: Dort wurde und wird die Predigt immer auch auf Deutsch gehalten. \nAhmad Aweimer\, Mitglied im DIALOGFORUM\,  hat zu Beginn den Ablauf erläutert\, dann wohnten alle etwa eine halbe Stunde dem Gebet bei\, getrennt im Besucherbereich sitzend. Anschließend gab es ausreichend Zeit für ein Nachgespräch bei Tee und Keksen. Auch der Prediger der Gemeinde war dazukommen. \nDie Abu Bakr Moschee ist eine arabische Moschee\, die durch die Migration von Muslime aus dem arabischen Raum sehr stark gewachsen ist.
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SUMMARY:Muslimfeindlichkeit und Islamangst Über Vorurteile gegenüber Menschen und Religionen
DESCRIPTION:14. Mai 2024 \n\n\n\n\n\nMuslimfeindlichkeit und Islamangst. Über Vorurteile gegenüber Menschen und Religionen \nWir alle wissen es: Es gibt sie\, die hartnäckige Ablehnung und sogar Feindschaft gegen Muslime und den Islam. Erst kürzlich gab es wieder eine Attacke auf eine Dortmunder Moschee. An dem Abend geht es darum\, wie weit diese Ablehnung und Feindschaft in der Bevölkerung verbreitet ist und was wir dagegen tun können. Was sind ihre Ursachen? Geht das auf erlebte Erfahrungen zurück oder sind das alles Vorurteile? \nDie Referentin Dr. Isabell Diekmann\, bisher wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Soziologie in Bielefeld und neuerdings am neuen Dortmunder Lehrstuhl von Aladin El-Mafaalani.  beschäftigt\, hatte sich 2022 in ihrer Dissertation mit solchen Einstellungen beschäftigt. Titel der Arbeit: „Good Muslims\, bad Islam? Zur differenzierten Betrachtung feindlicher Einstellungen gegenüber Menschen und Religion“. An dem Abend im Dortmunder Dialogforum trug sie Ihre Erkenntnisse einem interessierten Publikum vor\, das aus Christ*innen und Muslim*innen bestand. \nDiekmann zeigte\, dass feindliche Einstellungen gegenüber Muslim*innen oder als Muslim*innen markierten Menschen und gegenüber der Religion des Islams oftmals nur wenig differenziert betrachtet werden. Die mangelnde Trennschärfe zwischen Einstellungen gegenüber Menschen auf der einen und einer Religion auf der anderen Seite manifestiere sich etwa in Definitionen\, so die Wissenschaftlerin\, in denen Islam und Muslim*innen in scheinbar untrennbarer Art und Weise zueinander konstruiert werden oder dann\, wenn auf manifester Ebene Einstellungen gegenüber Muslim*innen erhoben werden\, das Konstrukt jedoch als Islamfeindlichkeit bezeichnet wird. In ihrer Studie hatte sie untersucht\, ob eine synonyme Verwendung der Begriffe gerechtfertigt ist oder ob sich empirisch nachweisen lässt\, dass Islam- und Muslim*innenfeindlichkeit nicht identisch sind. Außerdem machte sie deutlich\, dass Unterschiede im Ausmaß feindlicher Einstellungen gegenüber dem Islam und gegenüber Muslim*innen bestehen und wie sich zudem Deutungsrahmen der Befragten mit den Begriffen ‚Islam‘ und ‚Muslim*innen‘ voneinander unterscheiden. \nDie Referentin erläuterte auch den Unterschied zwischen Ablehnung von Muslim*innen und Islamfeindlichkeit. Aus ihren Erkenntnissen ergeben sich wichtige theoretische und praktische Konsequenzen\, wie sie deutlich machte. \nUnter der Moderation von Dr. Naciye Kamcili-Yildiz\, Mitglied im Dialogforum\, entfaltete sich eine spannende Diskussion \, die einerseits die inhaltlichen Aussagen aufgriff\, andererseits aber auch eigene Erfahrungen von Stigmatisierung und Ausgrenzung zum Thema machte. \n 
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SUMMARY:50 Jahre christlich-islamischer Dialog Eine Bilanz
DESCRIPTION:16. April 2024 \n\n„Der Hass darf nicht siegen.“ \n50 Jahre Christlich-Muslimischer Dialog: Eine Dortmunder Bilanz \n„Forschung trifft Realität“ – so könnte man den Abend überschreiben\, zu dem das Christlich-Islamische Dialogforum Dortmund in dieser Woche eingeladen hatte. Seit mehr als 50 Jahren ist der Islam Teil der religiösen Landschaft in Deutschland – für Dr. David Rüschenschmidt\, Historiker am Gymnasium Tecklenburg\, Anlass genug\, in seiner Dissertation „Zwischen Kirchturm und Minarett – der christlich-islamische Dialog seit 1973“ eine Bilanz zu ziehen. In Dortmund gründete sich 1966 der erste Moscheeverein. Hier hat das Miteinander der beiden Religionen eine gute und lange Tradition – weshalb die Initiatoren Ahmad Aweimer\, Rat der muslimischen Gemeinden Dortmund\, und Pfarrer Friedrich Stiller vom Evangelischen Kirchenkreis Dortmund die Gäste in der Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde gemeinsam begrüßten. \n„Angesichts all des Schrecklichen\, das in der Welt gerade jetzt passiert\, wissen wir den Dialog noch mehr zu schätzen“\, spricht Ahmad Aweimer vielen Gästen gleich zu Beginn aus der Seele. Und Friedrich Stiller ergänzt: „Der Hass darf nicht siegen.“ Dass es bei diesem Vortrag zwar um Geschichte geht\, die aber keineswegs in der Vergangenheit endet\, sondern in Gegenwart und Zukunft wirkt\, das zieht sich wie ein roter Faden durch den Abend. Allzu präsent sind die Ereignisse in Gaza\, in Israel  und im Iran. \nVom Tagesgeschehen ausgehend\, wirft der Referent einen informativen Blick zurück in die Geschichte\, erinnert an einige wenige muslimische Gemeinden nach dem Ersten Weltkrieg in Berlin und an den neuen Blick auf den Islam durch den Zuzug der damals so genannten Gastarbeiter in den 1960er-Jahren. „Nach dem Ende des Anwerbeabkommens war klar\, dass die Menschen dauerhaft bleiben – die ersten Dialoginitiativen entstanden dort\, wo es vertrauensvolle Beziehungen zwischen den Menschen gab – etwa in der Nachbarstadt Witten“\, so Rüschenschmidt. \nWährend der Dialog für die Politik wohl vor allem als Mittel zur Integration angesehen wurde\, ging es für die Initiatoren der Dialogforen immer auch um den theologischen und religiösen Austausch\, um gemeinsames Leben und Handeln. Beides hat seine Berechtigung auch im Dortmunder Dialog: Das gemeinsame Feiern oder Fußballspielen ebenso wie der wechselseitige Besuch in den Gotteshäusern und der gemeinsame Einsatz – oft auch im Trialog mit der Jüdischen Gemeinde – für die Stadtgesellschaft. \nZu einer interessanten Beobachtung kam David Rüschenschmidt bei seiner Forschung: So wuchs nach dem Ende des Kalten Krieges das Misstrauen gegen „den Islam“.  Vorurteile und Stereotype reichen bis nach Hollywood\, so eine Besucherin der Veranstaltung: „Der Bösewicht im Film kommt jetzt oft nicht mehr aus der früheren UdSSR\, sondern ist militanter Islamist.“ Der Brandanschlag von Solingen 1993 entwickelte seinen rechtsextremen Nährboden in einer mehrjährigen Serie von rassistischen und ausländerfeindlichen Übergriffen – die Menschen in Dortmund setzten dem ihren Wunsch nach Dialog und Begegnung entgegen. Bis heute spürt man die tiefe auch freundschaftliche Verbundenheit\, das Vertrauen\, das in den Jahren des gemeinsamen Wirkens gewachsen ist. Gemeinsam stellen sich Christ*innen und Muslime in Dortmund seither gegen Rechtspopulismus und Rechtsradikale\, klären auf\, beschwichtigen die Gemüter\, als in Hörde oder Lindenhorst Moscheen gebaut wurden und rangen im vergangenen Oktober erfolgreich um eine gemeinsame Erklärung mit der jüdischen Gemeinde zur Situation in Gaza. \nDabei sind die Hauptakteure – im Publikum und vorn im Altarraum – erkennbar älter geworden. Doch ans Aufhören denken sie noch lange nicht. Denn es gehe immer weiter\, so Ahmad Aweimer: „Es gibt noch so vieles\, was wir machen können – und müssen.“
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